7|20 Magazin

Ein Blog über Fotografie und den Herausforderungen des alltäglichen Lebens.

In unserem Dorf werden die Glocken der Kirche noch per Hand von zwei Glöcknern geläutet. Jeden Tag steigt einer der Beiden kurz vor 18 Uhr in den Kirchturm, zieht die mechanische Turmuhr auf und beginnt zu läuten. Ich hatte die Chance einen der Glöckner zu begleiten.

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Street Fotografie in Spanien mit der Leica MP-240 und dem Elmarit 28mm.

Die Sonne brennt auf meinen Armen, gefühlt ist es selbst im T-Shirt noch viel zu warm. Es duftet nach Feigen und in den spanischen Städten staut sich die drückende Hitze. Die Menschen genießen einen Kaffee im Schatten der Bäume und unterhalten sich angeregt. Wieder andere gehen sehr beschäftigt ihren Erledigungen nach.

Ich beobachte das Treiben, hänge mir meine Leica auf Brusthöhe um, stelle die Blende auf f8, drehe den Regler für die Belichtungszeit auf 1/1000 und laufe los.

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Fotografie hat für mich tatsächlich viel mit Spontanität zu tun. Manchmal sehe ich interessante Menschen und überlege viel zu lange wie ich nach einem Portrait fragen könnte. Oft kann ich mich dann doch nicht überwinden und der Moment verfliegt. Anders war es bei den nachfolgenden Bildern. Ich stand in unserer Küche und sah wie der ehemalige Pfarrer aus unserem Dorf in seiner Robe über die Straße lief. Vom Moment noch überrascht, griff ich nach meiner Leica und rannte auf die Straße und bat freundlich um ein Portrait. Ich möchte in Zukunft spontaner auf Situationen reagieren und weniger nachdenken.

Justus

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Weniger Social Media, dafür mehr Zeit für die eigenen Fotos.

Als Fotograf habe ich mich ziemlich schnell bei den allseits bekannten Social Media Plattformen wie Facebook oder Instagram angemeldet und gehofft mir darüber eine solide Followerschaft für mein Gewerbe aufzubauen. Viel Zeit und auch Geld habe ich in den Aufbau dieser Kanäle gesteckt. Mit der Zeit sind die Kanäle zwar gewachsen, aber es wurde immer zeitintensiver die Reichweite gleich hoch zu halten. Stellenweise habe ich hauptsächlich Fotos für Instagram produziert und dabei ganz vergessen, was eigentlich meine Aufmerksamkeit auf sich sieht.

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La Quiaca, eine argentinische Grenzstadt auf 3.441 m Höhe. Meine Frau und ich schnallten uns unsere Rucksäcke um und verließen den Bus. Die Luft war dünn, die Sonne brannte und die Menschen bemerkten schnell unsere Hilflosigkeit. Freundlich dirigierte uns eine Frau den Weg zur argentinisch-bolivianischen Grenze. Nur noch ein paar hundert Meter und wir wären in Bolivien.

Mädchen in der Wüste

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Sukobin – eine Grenzstadt in Montenegro kurz vor der albanischen Grenze. Eine sehr alte Frau, in schwarz gekleidet und mit Kopftuch, läuft mit einem übergroßen Sack voller Plastikflaschen, den sie kaum tragen kann, vor uns über die Straße. Ein Grenzbeamter kontrolliert den Pass meiner schwangeren Frau, danach meinen und lässt uns nach Albanien einreisen.

Viele Kilometer durch Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro liegen bereits hinter uns und gefühlt kommen wir endlich dort an, wo uns unsere Neugierde bereits die Reise über am meisten hingezogen hat. Wir fahren auf einer schier endlosen, verregneten Straße entlang.

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